Spezialsprechstunde für Third-Culture-Kids und Expat-Familien

 

Familien, die aufgrund beruflicher Gründe, einmalig oder regelmässig in ein neues Land umziehen, stellen keine Seltenheit dar. Meist gibt es viele gute Gründe einen solchen Weg für sich und seine Familie zu wählen: Karriere, bessere Lebensqualität, Bildungschancen für die Kinder, finanzielle Anreize oder Abenteuerlust. Gleichzeitig bringen ein internationaler Umzug und das Leben als Expat-Familie grosse Umstellungen mit sich und fordern eine hohe Anpassungsfähigkeit von allen Familienmitgliedern.

Mögliche Anliegen der Eltern:

  • Sie stehen vor einem internationalen Umzug (zum ersten oder wiederholten Mal) und möchten Ihre Familie und sich selbst so gut wie möglich darauf vorbereiten.

  • Sie sind mit Ihrer Familie in die Schweiz umgezogen und versuchen, den Alltag allen Bedürfnissen entsprechend zu gestalten.

  • Sie fühlen sich in Ihrer neuen Rolle in der Familie, in der Gesellschaft nicht richtig wohl oder suchen Orientierung.

  • Sie sind schon oft als Expats mit Ihren Kindern umgezogen, dieses Mal gelingt die Anpassung für alle oder einzelne Familienmitglieder aber schwerer als sonst.

  • Sie freuten sich über stetige Fortschritte und nun scheint die erarbeitete Stabilität wieder zu wanken.

Mit jedem Neustart stehen wir vor einer weissen Leinwand, unendlich viel Platz sich ein neues Leben auszumalen. All dieser zu gestaltende Raum kann zu Beginn oder in unregelmässigen Abständen eine Überforderung darstellen. Gerne teile ich mit Ihnen mein Fach- und persönliches Erfahrungswissen aus meiner Expat-Zeit, so dass Sie für sich und Ihre Angehörigen diesen neuen Raum mit den schönsten Farben und Bildern füllen können.

Mögliche Anliegen der Kinder:

  • Ihr Kind fürchtet sich vor dem internationalen Umzug oder leidet unter den Folgen dessen.

    • Heimweh

    • Schwierigkeiten, sich sozial zu integrieren

    • Schulische Schwierigkeiten

    • Mehr Stress und Streit in der Familie

    • Beschwerden: u.a. Schlaflosigkeit, Veränderung des Appetits, Stimmungstiefs oder -schwankungen, Angst und Wut, Bauch- oder Kopfschmerzen, Einnässen, weigert sich in bestimmten Situationen zu sprechen.

Eine speziell betroffene Gruppe von Kindern sind die sogenannten Third-Culture-Kids. Der Begriff Third Culture Kid (TCK) wurde zum ersten Mal verwendet, um Kinder zu identifizieren, die zumindest einen Teil ihrer Kindheit in Ländern und Kulturen verbracht haben, die von derjenigen ihrer Eltern abweichen.

Als “erste Kultur” wird die Heimatkultur verstanden, von der die Familie ursprünglich kam. Als „zweite Kultur“ wird diejenige des Aufnahmelands, in das die Familie gezogen ist, definiert. Beobachtet wird nun, dass die Kinder in den betroffenen Familien weder ihre erste noch die zweite Kultur vollständig annehmen und leben, sondern dass sie ihren Alltag in einer „Kultur zwischen den Kulturen“ gestalten. Diese Mischung wird die „dritte Kultur“ genannt, worauf sich die Bezeichnung Third-Culture-Kids bezieht.

Obwohl die Zeitdauer, die es braucht, damit jemand zum TCK wird, nicht genau definiert werden kann, trifft dies für den Zeitpunkt bzw. das Alter sehr wohl zu. Es muss während der Entwicklungsjahre passieren (Geburt bis zum achtzehnten Lebensjahr). Die kulturüberschreitenden Erlebnisse müssen in den Jahren stattfinden, in denen sich die Identität, die Beziehungsfähigkeiten und erste Weltanschauungen entwickeln.

Die Gründe für das Leben in einer anderen Kultur sind vielfältig. Trotz der unterschiedlichen Ausgangslagen, haben die betroffenen Kinder alle etwas gemeinsam. Sie ähneln sich in Bezug auf die besonderen Probleme, denen sie begegnen und welche speziellen Chancen sich ihnen eröffnen. Denn unmittelbarer als ihre Altersgenossen lernen diese Kinder sowohl die Freuden des Entdeckens als auch die Erfahrungen schmerzhaften Verlustes kennen. Es gelten andere Gesetze für ihren Reifungsprozess, sie gehen andere Wege auf der Suche nach ihrer Identität und sie sind herausgefordert, jenseits aller Ortswechsel eine Heimat zu finden.

 

Ich unterstütze Ihr Kind dabei, diesen besonderen Weg erfolgreich zu gehen, sein eigenes Potenzial sowie das in seiner Lebenssituation steckende zu entdecken und zu fördern.